Freistellungsauftrag

Was ist ein Freistellungsauftrag?

Erteilen Sie uns einen Freistellungsauftrag dann stellen wir Ihre Kapitalerträge vom automatischen Steuerabzug frei. Die Höhe Ihres Freistellungsauftrages legen Sie bitte selbst im Rahmen der gesetzlichen
Höchstgrenzen fest, diese Höchstgrenzen betragen 801 € für Einzelpersonen oder 1602 € für gemeinsam veranlagte Personen.

Hinweis: Sie können den Maximalbetrag auf mehrere Kreditinstitute verteilen.

Wie kann ich einen Freistellungsauftrag einrichten, ändern oder löschen?

Sie können als Kunde eines PocketZINS ganz einfach in der Übersicht unter dem Menüpunkt Freistellungsauftrag einen Freistellungsauftrag erstellen, einen aktuellen Freistellungsauftrag ändern oder löschen, sofern dieser noch keine Kapitalerträge freigestellt hat. Der Freistellungsauftrag sollte vor der nächsten Zinszahlung erteilt werden, damit keine oder eine verminderte Steuerbelastung erfolgt. Ein Freistellungsauftrag ist immer für alle Produkte der Bank gültig.

Hinweis: Wenn Sie nicht Kunde eines PocketZINS sind, aber ein Festgeld aus dem Check24 Anlagecenter haben, geben Sie bitte Ihren Freistellungsauftrag auf der Website von Check24 (https://www.check24.de/geldanlagecenter/) in Ihrer Finanzübersicht unter dem Menüpunkt Service an. 

Bitte beachten Sie:

  • Sie können immer nur einen aktiven Freistellungsauftrag haben. Sie können diesen aber ändern oder löschen.
  • Ändern Sie Ihren Freistellungsauftrag, muss der neue Auftrag mindestens über die Höhe des aktuell ausgeschöpften Freistellungsbetrags lauten.
  • Löschen des Freistellungsauftrags ist nur möglich, wenn dieser im laufenden Jahr noch nicht ausgeschöpft wurde.
Wie sind die Fristen für die Einreichung des Freistellungsauftrags?

Reichen Sie uns Ihren Freistellungsauftrag bitte frühzeitig vor Kapitalertragsgutschrift ein. Die Kapitalertragsteuer wird beim PocketZINS zum Ende eines Monats, bei Kontomodellwechsel oder bei Schließung des PocketZINS berechnet. Bei Festgeld erfolgt die Zinszahlung jährlich zum Anlagedatum.

Einzelner oder gemeinsamer Freistellungsauftrag?

In der Regel werden Freistellungsaufträge für Einzelpersonen eingereicht. Sie können aber auch einen gemeinsamen Freistellungsauftrag einrichten, wenn Sie in einer Partnerschaft leben (Ehe- oder Lebenspartnerschaft) und Sie steuerlich zusammen veranlagt sind.

Hinweis: Bei gemeinsamen Freistellungsaufträgen achten Sie bitte darauf, dass keiner von Ihnen zu einem früheren Zeitpunkt einen einzelnen Freistellungsauftrag eingereicht hat. In diesem Fall muss der Einzel-Freistellungsauftrag zunächst gelöscht werden.

Was sind die Voraussetzungen für den / die Freistellungsauftragssteller?

Bitte beachten Sie folgende Voraussetzungen für Ihren Freistellungsauftrag:

  • Wohnsitz:
    Einen Freistellungsauftrag können Sie erteilen, wenn Sie Ihren steuerlichen Wohnsitz in Deutschland haben.
  • Bestätigung bei Ehepaaren / eingetragenen Lebenspartnern:
    Erteilen Sie einen Einzel-Freistellungsauftrag, ist nur Ihre Zustimmung erforderlich – auch, wenn Sie verheiratet / verpartnert sind. Wenn Ehepaare / eingetragene Lebenspartnerschaften einen gemeinschaftlichen Freistellungsauftrag erteilen, muss der Auftraggebende bestätigen, dass er von seiner in Partnerschaft lebenden Person bevollmächtigt wurde diesen zu erteilen.
Kann ich mehrere Freistellungsbeträge einrichten?

Sie können Ihren Sparer-Pauschbetrag auf verschiedene Kreditinstitute aufteilen. Pro Kreditinstitut können Sie jeweils einen Freistellungsauftrag erteilen, der für alle dort angelegten Konten und Depots gilt. Generell ist die Summe aller erteilten Freistellungsaufträge auf den gesetzlichen Höchstbetrag von 801 € für Einzelpersonen oder 1602 € für gemeinsam veranlagte Personen begrenzt.

Gilt mein Freistellungsauftrag auch für die Kirchensteuer?
Ja, denn der Freistellungsauftrag wirkt sich auch auf die Kirchensteuer aus: Wenn Sie aufgrund Ihres Freistellungsauftrags komplett von der Abgeltungssteuer befreit sind, fällt für Ihre Kapitalerträge auch keine Kirchensteuer an. Wenn Ihre Kapitalerträge über den Sparer-Pauschbetrag hinausgehen, unterliegt die Differenz der Abgeltungssteuer – und damit auch der Kirchensteuer. 

Wenn Sie eine Nichtveranlagungsbescheinigung eingereicht haben, dann sind Sie komplett von der Abgeltungssteuer befreit und wir führen auch keine Kirchensteuer ab.
Was ist eine Nichtveranlagungsbescheinigung?

Eine Nichtveranlagungsbescheinigung können natürliche Personen beantragen, die voraussichtlich nicht zur Einkommensteuer veranlagt werden, weil zum Beispiel geringe Einkünfte erzielt werden. Die Nichtveranlagungsbescheinigung wird bei Ihrem Finanzamt beantragt und wird für maximal drei Jahre ausgestellt und befreit Sie von dem automatischen Steuerabzug.

WICHTIG: Ihre Nichtveranlagungsbescheinigung benötigen wir im Original oder als beglaubigte Kopie (beglaubigt durch eine amtliche Stelle oder ein anderes Kreditinstitut). Bitte beantragen Sie ihre Nichtveranlagungsbescheinigung dort frühzeitig und senden Sie diese an die untenstehende Adresse im Original vor der Gutschrift Ihrer Kapitalerträge.


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60327 Frankfurt am Main